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Medienmitteilungen

Bern, 27. August 2003

Die BLS Cargo AG war im Jahr 2002 erfolgreich unterwegs

Starkes Wachstum und gutes Jahresergebnis

Die BLS Cargo AG hat sich im Jahr 2002 sehr erfreulich entwickelt. Die Verkehrsleistungen der BLS Cargo AG konnten um 50,2 % auf 870 Millionen Nettotonnenkilometer gesteigert werden. Das Wachstum entstand im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) wie auch bei der Rollenden Autobahn überwiegend durch neue Produkte und zusätzliche Verbindungen, welche zur politisch angestrebten Verkehrsverlagerung beitrugen. Die strategische Ausrichtung in internationale Partnerschaften und im Speziellen die Allianz mit DB Cargo AG erweisen sich laut Unternehmensleiter Dr. Dirk Stahl als strategischer Erfolgsfaktor. Das zweite Geschäftsjahr der BLS Cargo AG war auch finanziell erfolgreich. Bei einem betrieblichen Gesamtertrag von 82,3 Mio. CHF schliesst das Geschäftsjahr 2002 mit einem Jahresgewinn von 3,1 Mio. CHF.

Wachstum prägte das Jahr 2002 in fast allen Tätigkeitsbereichen der im Schienengüterverkehr aktiven BLS Cargo AG. Aus einem erweiterten Kundenportfolio resultierten mehr Züge, und die erbrachten Verkehrsleistungen stiegen um gut 50 Prozent an.

Hohes Wachstum im internationalen Alpentransitverkehr
Im internationalen Verkehr erbrachte die BLS Cargo AG eine Leistung von 801 Mio. Nettotonnenkilometern und legte damit im Vergleich zum Vorjahr um 64,2 % zu. Starke Zunahmen resultierten beim unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV), d.h. dem Transport von Containern und Wechselbehältern, und bei der Rollenden Autobahn. Diesen erfreulichen Entwicklungen steht eine Abnahme im konventionellen Transitgüterverkehr gegenüber.

Das Wachstum im unbegleiteten kombinierten Verkehr ist überwiegend auf neue Produkte zurückzuführen: So konnten beispielsweise in Kooperation mit dem Spediteur Hangartner zusätzliche tägliche Verbindungen ab Hamburg/Köln bzw. Aarau zum neuen Terminal in Domodossola angeboten werden. Für weitere Kunden fährt die BLS Cargo AG gänzlich neue Relationen für deren europäische Transportnetze bzw. für den Seehafenhinterlandverkehr aus Italien. Eine Rückverlagerung vom Gotthard auf die Lötschberg–Simplon-Achse ergab sich einzig für die Züge des italienischen Operateurs Ambrogio, welcher seit Mitte 2002 Aktionär der BLS Cargo AG ist.

Die Rollende Autobahn, welche die BLS Cargo AG im Auftrag und in Kooperation mit der RAlpin AG abwickelt, erfreut sich einer steigenden Nachfrage und hat sich am Markt erfolgreich positioniert. Das Angebot konnte seit der Einführung im Juni 2001 schrittweise von 5 auf 8 Zugpaare pro Tag ausgeweitet werden, und die Auslastung stieg von durchschnittlich 67 % im Jahr 2001 auf gut 75 % im Jahr 2002 an.

Es kann damit festgehalten werden, dass das Verkehrswachstum im alpentransitierenden Verkehr weitgehend durch neue Produkte auf neuen Schienenverkehrs-Relationen erfolgte. Somit darf die BLS Cargo AG für sich in Anspruch nehmen, gemeinsam mit ihren Partnern einen massgeblichen Beitrag zur Verkehrsverlagerung im Alpentransit geleistet zu haben.

Neuorientierung im nationalen Verkehr
Die Leistung im nationalen Verkehr nahm insgesamt um 24,2 % auf 69 Mio. Nettotonnenkilometer ab. Dieses Ergebnis kam aufgrund von zwei gegenläufigen Entwicklungen zustande. Einerseits konnten die am Markt akquirierten Leistungen im innerschweizerischen Ganzzugsverkehr mehr als verdreifacht werden. Andererseits fehlt im Jahresvergleich der Mitte 2001 im Rahmen der Basisvereinbarung SBB/BLS an SBB Cargo abgetretene Einzelwagenladungsverkehr.

Das Ergebnis ist insgesamt positiv zu werten. Die BLS Cargo AG hat sich im nationalen Ganzzugverkehr als anerkannter Dienstleistungspartner für bedeutende Firmen etabliert. Einen guten Namen als flexibles Unternehmen erarbeitete sich die BLS Cargo AG im Zuge der Aufgabe der Aktivitäten der Mittelthurgaubahn/Lokoop, indem sie sich bei den Kunden durch rasche Leistungsbereitschaft positionierte.

Die BLS Cargo AG verspricht sich im Marktbereich Schweiz auch für die Zukunft einiges; denn bei weiteren potenziellen Kunden ist das Interesse an einem alternativen Anbieter ungebrochen.

Erfolgsrechnung 2002 mit schwarzen Zahlen
Auch die Erfolgsrechnung des Jahres 2002 ist sehr positiv ausgefallen. Die BLS Cargo AG weist einen Jahresgewinn von 3,1 Mio. CHF aus. Beim betrieblichen Gesamtertrag von 82,3 Mio. CHF dominieren der Markterlös International mit 64,6 Mio. CHF und der Markterlös Schweiz mit 11,6 Mio. CHF. Sonstige Erlöse belaufen sich auf 6,3 Mio. CHF.

Geschäftsmodell: Schlanke Strukturen und internationale Allianzen
Das seit der Gründung erfolgreiche Geschäftsmodell der BLS Cargo AG wird weiterentwickelt. Entscheidende Faktoren sind die hohe Flexibilität gegenüber den Kunden sowie schlanke – auf das Transit- und Ganzzugsgeschäft ausgerichtete – Strukturen. Das angestrebte Wachstum erfolgt auf definierten Kernachsen, welche laufend überprüft und angepasst werden. Mit der Aufnahme von neuen Verkehren hat sich auch das geografische Tätigkeitsgebiet der BLS Cargo AG beträchtlich erweitert.

Ein weiterer strategischer Faktor ist im liberalisierten europäischen Schienengüterverkehrsmarkt die klare und verlässliche Positionierung in internationalen Allianzen:

Die BLS Cargo AG ist mittlerweile ein anerkannter und verlässlicher Partner von grossen nationalen und privaten Bahnen in Europa. Die enge strategische Allianz mit DB Cargo AG bzw. Railion wurde im Jahr 2002 weiter vertieft und ermöglichte es, neue gemeinsame Produkte einzuführen und neue Produktionskonzepte wie beispielsweise die grenzüberschreitende durchgehende Traktion zwischen Deutschland und der Schweiz zu realisieren. So werden zum Beispiel seit Februar 2003 Tonzüge zwischen Limburg und Domodossola durchgehend mit DB Cargo Lokomotiven der Baureihe 185 bespannt. Im Gegenzug werden ab Juni 2003 die – technisch identischen - BLS Cargo Lokomotiven Re 485 in durchgehende Traktionsumläufe bis nach Mannheim eingesetzt werden. Die ersten Erfahrungen mit der durchgehenden Traktion bis an die Systemgrenze mit Italien belegen bedeutende Effizienzgewinne.

In Italien wird produktbezogen sowohl mit der FS Trenitalia Cargo als auch mit dem lombardischen Anbieter Ferrovie Nord Milano SpA (FNME) kooperiert.

Die BLS Cargo AG wurde am 3. April 2001 als Tochter der BLS Lötschbergbahn AG gegründet. Sie übernahm per 1. Juli 2001 das gesamte Güterverkehrsgeschäft der BLS und entwickelt dieses seither zielstrebig weiter. Im Jahr 2002 wurde das Aktienkapital erhöht und ausländischen Partnern geöffnet. Als Zeichen einer zukunftsträchtigen Positionierung in einer starken europäischen Partnerschaft übertrug die BLS Lötschbergbahn AG im Juni 2002 einen Aktienanteil von 20 % an die DB Cargo AG und 2,3 % an die italienischen Ambrogio-Gruppe.

BLS Cargo AG

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