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Medienmitteilungen

Bern, 30. August 2004

Wieder starke Verkehrszunahme im Güterverkehr

BLS Cargo war im ersten Halbjahr gut unterwegs

Die BLS Cargo AG, die Güterverkehrstochter der BLS Lötschbergbahn AG, ist auch im Jahr 2004 sehr gut unterwegs. Die Verkehrsleistung des ersten Halbjahres lag deutlich über dem Voranschlag. Dank dem bedeutenden Wachstum im Transitgüterverkehr leistete BLS Cargo einen namhaften Beitrag zur Verkehrsverlagerung.

Deutlich über den Vorhersagen schliesst die BLS Cargo AG das erste Halbjahr ab. Das Güterverkehrsunternehmen hat die Verkehrsleistungen erneut stark gesteigert. Ohne den Kooperationsverkehr am Gotthard wurde eine Leistung von 848 Millionen Nettotonnenkilometern erreicht, was gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 39 % bedeutet.

Überdurchschnittlich angestiegen ist der Transitverkehr via Lötschberg–Simplon-Achse. Beim konventionellen Wagenladungsverkehr wie auch beim unbegleiteten Kombiverkehr (Container und Wechselbehälter) wurde eine Zunahme von rund 80 % erzielt. Die Rollende Autobahn Freiburg–Novara legte erneut um 10 % zu. Im innerschweizerischen Verkehr lag das Wachstum bei 16 %.

Bei den in Kooperation mit Railion Deutschland aufgebauten Verkehren über die Gotthard-Achse wurde im ersten Halbjahr 2004 eine Leistung von 217 Millionen Nettotonnenkilometern erreicht. Die Einführung dieses umfangreichen Verkehrspakets ist somit gelungen. Dank dem Angebot auf beiden Transitachsen kann die BLS Cargo nun wichtigen Kunden gegenüber als vollwertiger Anbieter auftreten. Ihren Marktanteil im Schienengüterverkehr in der Schweiz hat BLS Cargo auf mehr als 15 % gesteigert.

Für die zweite Jahreshälfte sieht BLS Cargo eine Fortschreibung der Entwicklung voraus. Die Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr werden sich jedoch abschwächen, da das zweite Halbjahr 2003 vergleichsweise stark war. Trotz aufwändigen Aufbauarbeiten und Investitionen – im laufenden Jahr werden 10 zusätzliche Lokomotiven des Typs Re 485 in Betrieb genommen – dürfte es BLS Cargo gelingen, auch finanziell wiederum ein positives Ergebnis zu erzielen.

Der Ausblick auf das kommende Jahr deutet auf neue grosse Herausforderungen hin. So wurde im Rahmen der Sparprogramme eine starke Reduktion der Trassenpreisverbilligungen durch den Bund angekündigt, welche die Wettbewerbsposition des Schienengüterverkehrs gegenüber der Strasse massiv verschlechtert. Und die mit dem Fahrplan 2005 realisierten Fahrplanverdichtungen im Personenverkehr schränken die Möglichkeiten für den Güterverkehr ein. Es ist deshalb unabdingbar, dass auf Seiten Infrastruktur dem Güterverkehr namentlich auf den Nord–Süd-Achsen eine höhere Priorität eingeräumt wird, um das politische Verkehrsverlagerungsziel nicht zu gefährden.

BLS Cargo AG

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