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Medienmitteilungen

Bern, 30. November 2005

Geplante Erhöhung der Trassenpreise gefährdet den Wagenladungsverkehr

Zwischenbilanz: BLS Cargo unterwegs zu neuen Rekordergebnissen im Alpentransitverkehr

Die BLS Cargo AG hat in den ersten 9 Monaten des Jahres das Verkehrsvolumen im alpentransitierenden Schienengüterverkehr erneut stark gesteigert. Dank laufend verbesserter Produktivität namentlich mit grenzüberschreitenden Produktionskonzepten rechnet das Unternehmen bis Ende Jahr auch mit einem guten finanziellen Ergebnis. Während der kombinierte Verkehr stark zulegt, stagniert der Wagenladungsverkehr. Mit der vom Bund geplanten Kürzung der Trassenpreisverbilligung im Wagenladungsverkehr drohen in diesem Segment im kommenden Jahr Verkehrsverluste.

Die BLS Cargo AG verzeichnet im laufenden Jahr ein erneut hohes Wachstum im Gütertransport durch die Schweizer Alpen. Das Unternehmen steigerte die Verkehrsleistungen von Januar bis September auf 2'081 Millionen Nettotonnenkilometer. Das bedeutet eine Zunahme im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 33%.

Auf der Lötschberg-Simplon-Achse beträgt das Wachstum rund 13 %. Es basiert auf zusätzlichen Zügen sowohl im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) wie auch bei der Rollenden Autobahn. Der Wagenladungsverkehr liegt auf Vorjahresniveau.

Auf der Gotthard-Achse konnte BLS Cargo in Kooperation mit Railion Deutschland die Vorjahreszahlen mehr als verdoppeln und damit ebenfalls eine bedeutende Marktposition erreichen. Der starken Steigerung im UKV steht allerdings ein Rückgang im Wagenladungsverkehr, der einstigen Domäne der Eisenbahn, in Höhe von -33% gegenüber.

Im nationalen Ganzzugverkehr zeigten sich wie erwartet zwei gegenläufige Entwicklungen: Dank weiter gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit verzeichnet BLS Cargo Erfolge bei Ausschreibungen namentlich für den Transport von Mineralölprodukten. Demgegenüber fielen nach dem Durchstich im NEAT-Tunnel am Lötschberg die Aushubzüge weg. Insgesamt nahm die Sparte des nationalen Verkehrs um rund 15% ab.

BLS Cargo erzielt bei der Kundschaft eine hohe Akzeptanz ihrer Leistungen. In den ersten 9 Monaten des Jahres lagen die Verkehrsmengen leicht über den budgetierten Werten mit einem Rekordhoch im September. Auch finanziell werden dank permanenter Anstrengungen zur Produktivitätsverbesserung die Vorgaben zum Jahresende erreicht. BLS Cargo rechnet mit einem gesteigerten Jahresgewinn. Im Jahr 2004 betrug dieser 3,8 Millionen Franken.

Die Aussichten für 2006 werden von Dirk Stahl, Unternehmensleiter der BLS Cargo AG, gesamthaft positiv beurteilt. Die Mengenplanungen vor allem im Kombinierten Verkehr stimmen ihn optimistisch; hier greift die Verkehrsverlagerung. Sorgen bereitet hingegen der konventionelle Wagenladungsverkehr auf beiden Transitachsen. Der Bund plant im Budget 2006 eine massive Reduktion der Trassenpreisverbilligung für den gesamtschweizerischen Wagenladungsverkehr von 58 auf 20 Millionen Franken. BLS Cargo erwartet deshalb in diesem Segment namhafte Verkehrsverluste an die Strasse und andere Transitachsen (z.B. Brenner).

2006 wird für BLS Cargo zum Jahr der Vorbereitung auf den Lötschberg-Basistunnel. Dazu gehören für Dirk Stahl die Festlegung der Rahmenbedingungen auf Seiten Infrastruktur (z.B. Höhe der Trassenpreise), die Definition der betrieblichen Traktionskonzepte wie auch die Ausrüstung der Lokomotiven mit dem Zugsicherungssystem ETCS. «Wir sind fest gewillt, die neuen Möglichkeiten des Lötschberg-Basistunnels zum Wohle der BLS Cargo, aber auch der Schweizer Verkehrsverlagerungspolitik voll auszunutzen.»

BLS Cargo AG

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