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Medienmitteilungen

Bern, 3. März 2008

BLS Cargo: Folgerungen der ASTAG sind nicht haltbar

Die Verkehrsverlagerung funktioniert

BLS Cargo begrüsst die Forderung des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG, den Güterverkehr der Bahnen durch Elemente unternehmerischen Handelns und Wettbewerbs zu stärken. BLS Cargo steigerte ihre Leistungen im Alpentransit im Jahr 2007 um 4,5 % und hält neu einen Marktanteil von über 40 %. Sie erachtet es deshalb als unzulässig, die Verkehrsverlagerung aufgrund der wirtschaftlichen Probleme von SBB Cargo als gescheitert zu bezeichnen. Die Forderung nach einer Fusion von SBB Cargo und BLS Cargo weist sie deutlich zurück.

BLS Cargo hat die jüngsten Informationen des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes ASTAG zum alpentransitierenden Schienengüterverkehr und zur Verkehrsverlagerungspolitik des Bundes mit Interesse zur Kenntnis genommen. Sie begrüsst die grundsätzliche Stossrichtung, den Schienengüterverkehr durch vermehrtes unternehmerisches Denken und Handeln sowie durch einen intensivierten Wettbewerb zu stärken.

BLS Cargo ist jedoch mit zwei entscheidenden Punkten in der ASTAG-Verlautbarung nicht einverstanden.

Zum einen ist es nicht zulässig, von den aktuellen wirtschaftlichen Problemen bei SBB Cargo auf ein Scheitern der Verkehrsverlagerungspolitik zu schliessen. Der Modal-Split im Güterverkehr im Alpentransit durch die Schweiz nimmt mit rund zwei Dritteln auf der Schiene europaweit eine Spitzenposition ein. BLS Cargo ist überzeugt, dass nach dem stabilen Jahr 2007 im laufenden Jahr wieder eine Stärkung des Schienengüterverkehrs zu erwarten ist. BLS Cargo ist mit einem Marktanteil im alpentransitierenden Bahngüterverkehr durch die Schweiz von mehr als 40 % ebenfalls ein wichtiger Player in der Verlagerungspolitik.

Nicht ausser Acht zu lassen ist die Feststellung, dass BLS Cargo ihre Leistungen auf einer soliden wirtschaftlichen Basis erbringt. BLS Cargo hat ein Interesse an einer starken SBB Cargo in liberalisierten Märkten; denn nur mit mehreren leistungsfähigen Playern lassen sich gute und nachhaltige Verlagerungseffekte realisieren. Detaillierte Zahlen präsentiert BLS Cargo am 18. März 2008 an ihrer Bilanz-Medienkonferenz in Bern.

Zum zweiten weist BLS Cargo die von der ASTAG aufgestellte Forderung, die Fusion von SBB Cargo und BLS Cargo zu prüfen, deutlich zurück. Ein solcher Zusammenschluss steht im Widerspruch zur Forderung des Nutzfahrzeugverbandes, den Schienengüterverkehr durch vermehrten Wettbewerb und unternehmerisches Verhalten zu stärken. Er würde einen Rückschritt in der schweizerischen Güterverkehrspolitik bedeuten und zu einer Re-Monopolisierung führen. Eine solche Forderung ist für BLS Cargo deshalb nicht zulässig. BLS Cargo hat durch Kooperationen mit ausländischen Partnern eine Strategie gewählt, welche sich seit Jahren als richtig erweist. BLS Cargo wird an diesen Partnerschaften festhalten und diese ausbauen.

BLS Cargo AG

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