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Medienmitteilungen

Bern, 24. März 2009

Deutliches Verkehrswachstum und ein positiver Rechnungsabschluss

BLS Cargo hat Position im Jahr 2008 gefestigt

Die BLS Cargo AG hat im Jahr 2008 wichtige strategische Meilensteine erreicht und auch operativ ein gutes Ergebnis erzielt. Die Verkehrsleistungen nahmen um 10 % zu, obwohl sich die Nachfrage im 4. Quartal deutlich abschwächte. Der Marktanteil im Alpentransit durch die Schweiz stieg auf 43 %. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 3,0 Millionen Franken, wobei der Gewinnrückgang vor allem auf die Veränderung des Wechselkurses zum Euro zurückzuführen ist. Mit der neuen Aktionärsstruktur sieht sich die BLS Cargo AG – trotz deutlichen Auswirkungen der Wirtschaftskrise – gerüstet, um das anforderungsreiche Jahr 2009 zu bestehen.

Trotz düsteren Wolken am Konjunkturhimmel blickt die BLS Cargo AG auf ein insgesamt gutes Jahr zurück. Nach einem Jahr der bewussten Konsolidierung kehrte das Unternehmen 2008 wieder auf den Wachstumspfad zurück. Die Verkehrsleistungen nahmen um 9,8 % auf 3'697 Millionen Nettotonnenkilometer zu. Ein überdurchschnittliches Wachs­tum wurde am Gotthard erzielt mit einem Plus von 23,3 % auf 1'609 Millionen Nettotonnenkilometer. Demgegenüber wuchs der Verkehr auf der Lötschberg–Simplon-Achse um bloss 0,6 % auf neu 1'954 Millionen Nettotonnenkilometer. Der Ganzzugverkehr in der Schweiz nahm um 11 % auf 134 Millionen Nettotonnenkilometer zu. Die Verkehrsleistungen lagen bis September 2008 deutlich über jenen des Vorjahres. Als Folge der Wirtschaftskrise fielen sie im 4. Quartal auf das Niveau von 2007.

Wachstum in allen Segmenten

Vom Wachstum konnten alle Verkehrssegmente profitieren, am stärksten der unbegleitete kombinierte Verkehr (UKV) mit einem Plus von insgesamt 11,7 % (Gotthard + 26 %, Lötschberg – 4,6 %). Die Gotthard-Achse profitierte von neuen Produkten im Transit aus Frankreich, Grossbritannien bzw. Belgien nach Italien. Zudem wurden einzelne Verkehre von der Lötschberg–Simplon-Achse zum Gotthard verlagert.

Im Wagenladungsverkehr resultierte ein Zuwachs von insgesamt 8,8 %. Während am Lötschberg neue Produkte im Transit mit Frankreich zum Wachstum von 3,8 % verhalfen, ist die Steigerung am Gotthard um 15,7 % auf sogenannte Buntverkehre zurückzuführen, die in enger Kooperation mit DB Schenker produziert werden.

Bei der Rollenden Autobahn führte BLS Cargo rund 5'300 Züge im Auftrag der RAlpin AG, das sind im Durchschnitt 20 Züge pro Tag. Die Zahl der transportierten LKWs erhöhte sich auf 85'105. Durch den Streik in der SBB-Werkstätte Bellinzona kam es zeitweise zu einem Mangel an speziellen Radsätzen für die Niederflurtragwagen. Dies führte im zweiten Quartal 2008 unter anderem zu Zugausfällen und einer Verkehrsleistung, die deutlich unter dem Budget lag.

Das Wachstum in den drei wesentlichen Verkehrssegmenten erlaubte der BLS Cargo AG, ihren Marktanteil im Alpentransit durch die Schweiz auf rund 43 % zu steigern.

Im Binnenverkehr trugen Mineralölzüge zu einem Wachstum von 11 % bei.

Erneut ein positives Rechnungsergebnis

Angesichts des zum Jahresende unerfreulichen wirtschaftlichen Umfeldes schliesst BLS Cargo die Rechnung 2008 erfreulich ab. Das operative Ergebnis ist im Vergleich zu jenem des Vorjahres stabil. Der betriebliche Gesamtertrag nahm um 5,1 % auf 201,5 Millionen Franken zu. Das Betriebsergebnis EBIT (nach Abschreibungen, vor Zinsen) beträgt 11,2 Millionen Franken (Vorjahr 13,5 Millionen Franken). Als Folge der starken Veränderung des Wechselkurses vom Schweizer Franken zum Euro von bis zu 13 % beträgt der Jahresgewinn 3,0 Millionen Franken (Vorjahr 14,9 Millionen Franken).

Aktienkapital neu strukturiert

Rückwirkend zum 1. Januar 2008 haben die Eigner der BLS Cargo AG die Aktionärsstruktur neu geregelt. DB Schenker erhöhte den Anteil von 20 auf neu 45 %, wozu die Wettbewerbsbehörden beider Länder ihre Zustimmung gegeben haben. Die IMT AG (Ambrogio-Gruppe) erhöhte den Anteil von 2,3 auf neu 3 %. Demgegenüber verminderte die BLS AG ihren Anteil auf neu 52 %, hält aber klar an der Mehrheitsposition fest und baut weiterhin auf den Güterverkehr als wichtiges Kerngeschäft im BLS-Konzern. Synergien im Bereich der Ressourcen (z.B. gemeinsamer Lokführerpool), der Werkstätten und des Overheads zwischen BLS und BLS Cargo bleiben aufrechterhalten.

Die Partnerschaft zwischen BLS Cargo und DB Schenker sowie IMT wurde gefestigt. Mit DB Schenker wurden neue Kooperationsverträge unterzeichnet. Damit konnte BLS Cargo ihre Position im europäischen Netzwerk von DB Schenker für den Transit durch die Schweizer Alpen stärken.

Von der Wirtschaftskrise stark betroffen

Seit Oktober 2008 sieht sich BLS Cargo mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise konfrontiert. Diese hat sich sehr rasch entwickelt und weltweit alle Branchen und Regionen erreicht. Als schwergewichtig international aufgestelltes Unternehmen spürt BLS Cargo den Rückgang der internationalen Transportnachfrage direkt in den Verkehrsleistungen. Diese lagen Januar/Februar 2009 um mehr als 20 % unter jenen des – sehr guten – Vorjahres.

Den dadurch entstehenden Überkapazitäten begegnet BLS Cargo mit einem Massnahmenpaket, welches darauf abzielt, den Betriebsaufwand im Jahr 2009 um rund 9 Millionen Franken zu reduzieren. Das Paket basiert auf einem straffen Kostenmanagement, Investitionsstopp und Variabilisierung von Produktionskosten v.a. in den Bereichen Loks und Lokführer. Ziel ist, die Märkte intensiv zu beobachten, die Präsenz zu verstärken und die Bereitschaft aufrechtzuerhalten, sobald wie möglich wieder auf den bisherigen Wachstumskurs zurückzukehren. Denn trotz des gegenwärtigen Nachfrage-Einbruchs heisst das langfristige Ziel von BLS Cargo unverändert «Wachstum». Die Zuversicht von BLS Cargo gestärkt aus der Krise herauszukommen ist begründet im kontinuierlich erarbeiteten und heute gefestigten Geschäftsmodell und der Einbettung in den BLS-Konzern sowie den strategischen Partnerschaften.

 

BLS Cargo AG

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